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Mähroboter: Lärm und Ruhezeiten in der Schweiz

Veröffentlicht am · Zuletzt geprüft am · So arbeiten wir

Eine einheitliche Regel für Mähroboter gibt es in der Schweiz nicht. Ruhezeiten legen Gemeinden fest, und sie unterscheiden sich, wie die Beispiele Zürich und Luzern zeigen. Massgebend ist das Reglement Ihrer Wohngemeinde.

Wie laut Sunseeker-Mähroboter laut Hersteller sind

In den Spezifikationstabellen nennt Sunseeker für fast alle Modelle denselben Wert: 60 dB(A). Das gilt für den Elite X3 Gen 2, den Elite X4, den Elite X5, den Elite X5 Gen 2, den Elite X7, den Elite X7 Plus, den Elite X7 Gen 2 und den Elite X7 Plus Gen 2. Beim Elite X9 nennt die Tabelle 66 dB(A), beim Elite X9 Plus 70 dB(A).

Die Bezeichnung des Werts übernehmen wir so, wie die Tabellen sie nennen. Meist heisst die Zeile «Geräuschpegel», bei X5 und X9 «Noise Level». Die Tabellen sagen nicht, ob es sich um einen Schalldruck oder um einen Schallleistungspegel handelt, und sie nennen keinen Messabstand. Wir stellen den Wert deshalb nicht als Schallleistungspegel dar. Auch Vergleiche der Art «so laut wie ein Gespräch» machen wir nicht, weil uns dafür eine Quelle fehlt.

Für den Alltag ist festzuhalten: Die Herstellerzahl ist eine Orientierung für den Vergleich der Modelle. Sie sagt nicht, ab welcher Uhrzeit Ihre Gemeinde das Mähen erlaubt. Das regeln andere Vorschriften. Wer zwei Modelle vergleicht, kann die Zahlen nutzen, um die Unterschiede einzuordnen: Der X9 Plus liegt laut Tabelle zehn Dezibel über den Modellen mit 60 dB(A), der X9 sechs. Wie sich das anhört, sagen die Tabellen nicht, und ein Hörtest vor Ort sagt mehr als ein Zahlenvergleich.

Keine einheitliche Regel für die ganze Schweiz

Das Bundesamt für Umwelt BAFU beschreibt auf seiner Seite zu Geräte- und Maschinenlärm, was der Bund regelt. In der Maschinenlärmverordnung (MaLV) hat der Bund Emissionsgrenzwerte festgelegt und schreibt für die in der Verordnung genannten Geräte eine Kennzeichnung mit dem Schallpegel vor. Rasenmäher und viele Baumaschinen müssen laut BAFU zusätzlich Emissionsgrenzwerte einhalten. Das betrifft das Inverkehrbringen. Ob Mähroboter unter diese Regelung fallen, sagt die Seite nicht, und wir behaupten es deshalb nicht.

Für den Gebrauch ist die Lage anders. Das BAFU schreibt: Die Behörden haben die Möglichkeit, die Verwendung von Geräten und Maschinen einzuschränken. Die Zeiten selbst stehen, wie die Beispiele unten zeigen, in den eigenen Vorschriften und Seiten der Städte, und sie sind verschieden.

Beispiel Stadt Zürich

Die Allgemeine Polizeiverordnung der Stadt Zürich (APV, AS 551.110, in der Fassung mit Änderungen bis 28. September 2025) regelt die Ruhezeiten in Artikel 19. Nach Absatz 1 dauert die Nachtruhe von 22.00 bis 07.00 Uhr. Während der gesetzlichen Sommerzeit dauert sie freitags und samstags von 23.00 bis 07.00 Uhr. Nach Absatz 2 ist werktags von 12.00 bis 13.00 Uhr und von 20.00 Uhr bis zum Beginn der Nachtruhe sowie an öffentlichen Ruhetagen dem Erholungsbedürfnis der Bevölkerung Rechnung zu tragen.

Artikel 20 Absatz 1 verbietet störendes Verhalten im Freien während der Nachtruhe. Ausserhalb der Nachtruhe dürfen Dritte durch lärmintensives Verhalten nicht belästigt werden.

Die Stadt nennt auf ihrer Seite «Gartenarbeiten» zudem Arbeitszeiten für lärmende Garten- und Feldarbeiten: Montag bis und mit Samstag von 7.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 20.00 Uhr. Mähroboter nennt keine der beiden Quellen eigens.

Beispiel Stadt Luzern

Die Stadt Luzern setzt andere Akzente. Laut ihrer Seite zum Thema Lärm gilt rechtlich verbindlich die Nachtruhe von 22.00 bis 6.00 Uhr. Empfohlen werden zusätzliche Ruhezeiten: werktags von 12.00 bis 13.00 Uhr und ab 20.00 Uhr sowie ganztägig an Sonn- und Feiertagen. Für den Alltagslärm gibt es keine festen Grenzwerte. Die Beurteilung erfolgt im Einzelfall.

Stadt Zürich Stadt Luzern
Nachtruhe 22.00 bis 07.00 Uhr, Sommerzeit Freitag und Samstag 23.00 bis 07.00 Uhr 22.00 bis 6.00 Uhr
Mittagsruhe werktags 12.00 bis 13.00 Uhr: Rücksicht auf das Erholungsbedürfnis empfohlen: werktags 12.00 bis 13.00 Uhr
Abend ab 20.00 Uhr bis zur Nachtruhe: Rücksicht auf das Erholungsbedürfnis empfohlen: ab 20.00 Uhr
Sonn- und Feiertage öffentliche Ruhetage: Rücksicht empfohlen: ganztägig

Die Nachtruhe endet in Zürich eine Stunde später als in Luzern. Wer in beiden Städten mähen wollte, müsste also zwei verschiedene Zeitpläne einstellen. Die Tabelle gibt nur wieder, was die Quellen sagen, und ersetzt das Reglement nicht.

Wo Sie die Regeln Ihrer Gemeinde finden

Suchen Sie auf der Website Ihrer Wohngemeinde nach der Polizeiverordnung, dem Polizeireglement oder einer Seite zu Ruhezeiten und Lärm. Bei der Stadt Zürich heisst die Rubrik zum Beispiel «Lärmschutz», und die Seite zu Gartenarbeiten liegt darunter. Wenn Sie nichts finden oder etwas unklar bleibt, fragen Sie bei der Gemeindeverwaltung nach. Hilfreich sind diese Fragen: Gibt es feste Ruhezeiten für Gartenarbeiten? Gelten sie auch für elektrische Geräte, die selbstständig fahren? Und gelten sie am Samstag und an Feiertagen anders als an Werktagen? Notieren Sie die Antworten mit Datum, damit Sie später darauf zurückgreifen können. Wer zur Miete wohnt, prüft zusätzlich die Hausordnung. Das ist eine Empfehlung von uns, keine Aussage aus den Quellen.

Ob ein Mähroboter als «lärmige Gartenarbeit» gilt, sagen die beiden Beispielquellen nicht. Wir empfehlen deshalb die strengste Lesart: Planen Sie so, dass das Gerät in der Mittagsruhe, am Abend, an Sonn- und Feiertagen und natürlich in der Nachtruhe nicht fährt. Damit halten Sie die Zeiten ein, die in beiden Beispielen genannt werden. Rechtlich verbindlich ist das trotzdem nur für das, was Ihre Gemeinde festlegt.

Ein Mähplan, der Nachbarn und Igel schont

Aus den Quellen ergibt sich ein einfacher Plan. Mähen Sie nur tagsüber, ausserhalb der Mittagsruhe und werktags. Daraus bilden Sie ein Zeitfenster, etwa einen Vormittag und einen Nachmittag. Nach diesem Fenster richten Sie die Modellwahl aus: Je kürzer das Fenster, desto mehr Fläche muss das Gerät pro Stunde schaffen. Wie Sie das abschätzen, steht im Ratgeber Welcher Mähroboter für welche Fläche?.

Rechnen Sie zum Schluss nach, ob der Plan aufgeht. Ein Beispiel mit frei gewählten Zahlen: Wenn Ihr Zeitfenster am Tag insgesamt sechs Stunden beträgt und der Rasen mit einer Mähleistung von 200 m² je Stunde gemäht würde, schaffen Sie in einem Durchgang 1200 m². Für 2000 m² brauchen Sie dann zwei Tage. Ob das für Ihren Rasen reicht, hängt vom Modell ab. Der Hersteller empfiehlt, den Zeitplan so zu wählen, dass die Fläche an einem Tag fertig wird.

Der Tagesplan hilft auch den Tieren. Pro Igel rät, Mähroboter nur tagsüber fahren zu lassen. Was dahintersteht, erklärt der Ratgeber Igel und Mähzeiten. Für grössere Anlagen mit Nachbarschaft, etwa bei Schulen oder Sportplätzen, gilt dasselbe in grösserem Massstab. Dazu gibt es den Ratgeber Mähroboter für Gemeinden, Schulen und Sportplätze.

Den Zeitplan stellen wir bei der Installation mit Ihnen ein. Sie legen fest, wann das Gerät fahren darf, und wir tragen es in der App ein.

Quellen

  1. Allgemeine Polizeiverordnung (APV), AS 551.110, Art. 19 und 20, Stadt Zürich, abgerufen am
  2. Gartenarbeiten, Stadt Zürich, abgerufen am
  3. Lärm, Stadt Luzern, abgerufen am
  4. Geräte- und Maschinenlärm, Bundesamt für Umwelt BAFU, abgerufen am
  5. Sunseeker Elite X9, Spezifikationen, Sunseeker Robotics, abgerufen am
  6. Sunseeker Elite X7 Gen 2, Spezifikationen, Sunseeker Robotics, abgerufen am
  7. Sunseeker Elite X4, Spezifikationen, Sunseeker Robotics, abgerufen am
  8. Sunseeker Elite X3 Gen 2, Spezifikationen, Sunseeker Robotics, abgerufen am
  9. Sunseeker Elite X5, Spezifikationen, Sunseeker Robotics, abgerufen am
  10. Sunseeker Elite X5 Gen 2, Spezifikationen, Sunseeker Robotics, abgerufen am
  11. Sunseeker Elite X7, Spezifikationen, Sunseeker Robotics, abgerufen am

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