Laut Sunseeker arbeiten die Geräte der X-Serie bei 0 bis 50 °C und werden frostfrei gelagert. Wer vor dem ersten Frost reinigt, lädt und trocken lagert, startet im Frühling ohne Ärger. Der Artikel führt Schritt für Schritt durch die Winterpause.
Wann die Saison endet
Der Hersteller nennt im Support-Artikel zur Winterlagerung zwei Temperaturbereiche. Für den Betrieb des Mähroboters sind Umgebungstemperaturen von 0 °C bis 50 °C geeignet. Die Lagerung muss stets frostfrei sein, also über 0 °C. Die Seite wurde laut Anzeige zuletzt am 19. November 2025 geändert.
Die Garantierichtlinie von Sunseeker geht in dieselbe Richtung. Sie nennt als Bedingung für die Garantie, dass Akku und Gerät im Innenbereich gelagert werden, wenn die Aussentemperatur unter 0 °C liegt. Das ist laut Richtlinie also nicht nur ein Rat, sondern eine Bedingung der Garantie.
Ein Kalenderdatum für das Saisonende gibt es deshalb nicht. Der Hersteller koppelt die Lagerung an die Temperatur, nicht an den Monat. Wir empfehlen, das Gerät einzulagern, bevor der erste Frost angesagt ist. Verfolgen Sie dazu die Wettervorhersage im Herbst und planen Sie das Einlagern für einen trockenen Tag.
Reinigen ohne Hochdruckreiniger
Vor dem Einlagern wird der Roboter gereinigt. Laut Hersteller reinigen Sie ihn gründlich mit einem Tuch oder einer Bürste, bei Bedarf mit Wasser aus einem normalen Gartenschlauch oder mit einem Gebläse. Achten Sie darauf, dass alle Schrauben fest sitzen. Entfernen Sie Schlamm und Unkraut von den Rädern. Der Hersteller schreibt ausdrücklich: Bitte keinen Hochdruckreiniger verwenden.
Das hat auch einen Garantiegrund. Die Garantierichtlinie schliesst Schäden aus, die durch den Einsatz von Hochdruckreinigern entstehen. Ebenfalls ausgenommen ist normaler Verschleiss, laut Richtlinie etwa bei Klingen. Abgenutzte Klingen sind also nicht durch die Garantie gedeckt. Wir empfehlen, den Wechsel vor dem Winter zu erledigen, damit das Gerät im Frühling gleich einsatzbereit ist. Das ist eine Empfehlung von uns, keine Vorgabe des Herstellers. Wer die Reinigung und Kontrolle nicht selbst machen möchte, findet das Angebot auf der Seite Winterservice.
Akku laden und richtig ausschalten
Zum Akku gibt der Hersteller zwei Angaben. Erstens: Laden Sie den Mähroboter zu 100 % vollständig auf, bevor Sie ihn ausschalten und einlagern. Zweitens: Der Ladezustand solle danach bei etwa 50 bis 60 % verbleiben. Der Hersteller begründet das damit, dass ein Ladezustand von 50 bis 60 % für die langfristige Lagerung optimal sei, weil die chemische Alterung der Zellen minimiert werde. Der Support-Artikel nennt beide Werte im selben Absatz und erklärt nicht, wie man vom vollen Akku zum mittleren Ladezustand kommt. Wenn Ihnen das unklar ist, fragen Sie den Hersteller-Support, bevor Sie das Gerät einlagern.
Als Tipp nennt der Hersteller, nach etwa drei Monaten den Akkustand zu prüfen und bei Bedarf nachzuladen. Tragen Sie sich dafür einen Termin in den Kalender ein, zum Beispiel Mitte Winter. Ein Gerät, das unbeachtet im Keller steht, wird sonst leicht vergessen.
Akkus haben laut Garantierichtlinie 24 Monate Garantie, unabhängig davon, ob Sie das Gerät registriert haben. Wie sich Garantie und gesetzliche Gewährleistung unterscheiden, steht im Ratgeber Garantie und Reparatur beim Mähroboter: was gilt.
Lagerort: trocken und frostfrei
Als Lagerort nennt der Hersteller einen trockenen, frostfreien Ort über 0 °C. Am besten steht das Gerät in der Originalverpackung und auf allen Rädern. Praktisch heisst das: Der Mähroboter steht aufrecht auf dem Boden des Raums oder der Verpackung, nicht hochkant an der Wand und nicht auf dem Rücken.
Geeignet sind beispielsweise ein Keller, eine Garage oder ein Abstellraum, sofern sie frostfrei bleiben. Eine Gartenhütte ohne Heizung ist es nicht in jedem Winter. Wir empfehlen, den Raum vorher zu prüfen, etwa mit einem einfachen Min-Max-Thermometer.
Das Einlagern hat noch einen zweiten Vorteil: Ein Gerät, das drinnen überwintert, steht im Winter nicht für Diebe im Garten. Wie Ortung, Geofence und Diebstahlschutz funktionieren, steht im Ratgeber Diebstahlschutz und 4G beim Mähroboter.
Ladestation, Netzteil und RTK-Antenne
Auch die Ladestation braucht eine Entscheidung. Der Hersteller unterscheidet die Teile:
- Grundplatte: Sie kann auf oder an der Rasenfläche bleiben, damit die gespeicherte Kartierung im Frühjahr wieder exakt passt.
- Ladeturm: Er kann abgebaut und im Innenbereich gelagert werden. Alternativ darf er draussen bleiben, muss dann aber dauerhaft mit Strom versorgt werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
- Netzteil: Es sollte trocken aufbewahrt und geschützt werden.
- RTK-Antenne bei der X-Serie: Sie kann montiert bleiben, muss dann aber dauerhaft mit Strom versorgt werden, um Kondensbildung zu verhindern. Alternativ bauen Sie sie ab und lagern sie ebenfalls trocken.
Wichtig ist der Hinweis des Herstellers zum Standort: Wenn Sie die Ladestation an einen anderen Ort versetzen, muss die Kartierung im Frühjahr neu erstellt werden. Wer die Gelegenheit nutzen will, den Standort zu ändern, sollte das deshalb bewusst tun und nicht aus Versehen beim Wegräumen.
Der Garten im Winter und der Start im Frühling
Auch der Garten selbst gehört zur Winterpause. Pro Igel empfiehlt, das Laub liegen zu lassen. Es ist für Igel laut Pro Igel eine überlebensnotwendige Vorratskammer für die Zeit vor und nach dem Winterschlaf. Wer Laub zusammenrechen will, kann in einer ungenutzten Ecke des Gartens einen Laubhaufen aufschichten. Laubbläser und Laubsauger zählt Pro Igel zu den grossen Igelfeinden.
Nach dem Winterschlaf ist die Zeit laut Pro Igel für die Tiere besonders hart. Vor allem im März und April, wenn das Futterangebot noch karg ist, sind sie geschwächt. Pro Igel rät, das Aufräumen des Gartens möglichst lange hinauszuschieben und das Laub liegen zu lassen. Wir leiten daraus eine Empfehlung ab: Suchen Sie im Frühling den Rasen und die Laubhaufen ab, bevor der Roboter zum ersten Mal wieder fährt. Weitere Hinweise zu den Mähzeiten stehen im Ratgeber Igel und Mähzeiten.
Als Gedächtnisstütze für den Herbst: Gerät reinigen, ohne Hochdruckreiniger. Schrauben prüfen und Räder von Schlamm befreien. Akku laden und wie vom Hersteller beschrieben auf den Ladezustand für die Lagerung bringen. Gerät trocken und frostfrei lagern, am besten in der Originalverpackung und auf allen Rädern stehend. Ladeturm und Netzteil trocken lagern oder dauerhaft mit Strom versorgen. RTK-Antenne bei Modellen mit Basisstation entweder montiert lassen und mit Strom versorgen oder abbauen. Nach etwa drei Monaten den Akkustand prüfen.
Für den Frühlingsstart gilt ausserdem: Prüfen Sie den Akku, die Klingen und die Ladestation, bevor Sie den Zeitplan wieder einschalten. Wer den Winterservice nicht selbst machen will, bucht ihn über die Seite Winterservice. Reparaturen und Garantiefälle laufen über Reparatur und Garantie.